
EM-Gold für Lukas Krpalek. Der 22jährige Tscheche ist bereits seit einigen Jahren Punktegarant für das Bundesligateam von Leibnitz.
Direkt vor Österreichs Haustür fanden heuer in Budapest die Judo-Europameisterschaften statt. Die Rot-Weiss-Roten Judofans konnten dabei nicht nur den heimischen Kämpfern kräftig die Daumen drücken, sondern sich auch ein Bild über die Leistungen der in in der Bundesliga tätigen Nichtösterreicher machen. Und auch für so manche Trainer und Klubobmänner ist so ein Großereignis immer eine gute Gelegenheit, sich um eventuelle Mannschaftsverstärkungen umzusehen. In der nächsten Bundesligarunde (24./25. Mai) werden auch wieder zahlreiche EM-Starter und Top-Judokas in Österreichs Sporthallen sehen zu sein. Grund genug also, sich das Abschneiden der Eurofighter etwas genauer anzusehen.
Österreichs Team konnte in Budapest eine positive Bilanz ziehen. Mit Silber durch Sabrina Filzmoser und der Bronzenen von Bernadette Graf sowie den 5. Plätzen von Hilde Drexler und dem Damenteam, waren die Frauen sehr erfolgreich. Bei den Männern sorgte einmal mehr Lupo Paischer mit seinem 5. Platz für die beste Platzierung. Im Teambewerb, der mit Reiter, Scharinger, Ott, Reichmann und Allersdorfer ausschließlich aus Kämpfern von Mühlviertel und den Galaxy Tigers bestand, musste man sich der Ukraine klar mit 5:0 geschlagen geben.
Hier im EM-Rückblick sind die Resultate aller Teilnehmer berücksichtigt, die in der laufenden Saison 2013 bis zum Zeitpunkt der Europameisterschaften im Kader eines Österreichischen Bundesligavereines aufscheinen:

Sven „Knut“ Helbing zieht es wieder in die Heimat. Der langjährige deutsche Teamkämpfer und ASV-ÖGJ Trainer zieht im Gespräch mit Hans-Peter Zopf Bilanz …
Bei der Judo EM in Wien kamen nicht weniger als 25 Kämpfer (davon 12 Österreicher) zum Einsatz, die in der vergangenen und in der laufenden Saison für Österreichische Bundesligavereine auf die Matte stiegen. Das in der Österreichischen Bundesliga zahlreiche europäische Spitzenkämpfer tätig sind, zeigen die Ergebnisse dieser Europameisterschaften deutlich auf. In der 66kg Klasse gibt es gleich drei Medaillen für eingesetzte Bundesligakämpfer (Foto): der Spanier Sugoi Uriarte (JU Flachgau) wird Europameister, dritte Plätze gibt es durch Andi Mitterfellner und den Slowenen Rok Draksic (JU Flachgau). Ob die Flachgauer auch heuer noch die Dienste des Spanischen Europameisters in Anspruch nehmem werden ist jedoch noch ungewiss. Im Schwergewicht wird der Ungar Barna Bor (JU Flachgau) Vizeeuropameister und der Pole Janusz Wojnarowic (UJZ Mühlviertel) erringt die Bronzemedaille. Zur Erinnerung: Beim letztjährigen hochdramatischen Bundesligafinale gewann Barna Bor im Duell der Schwergewichtstars gegen den Polen zweimal und trug somit auch wesentlich zum Flachgauer Titelgewinn bei. In der Gewichtsklasse bis 60kg waren gleich vier Bundesligakämpfer im Einsatz. Neben Silbermedaillengewinner Lupo Paischer konnte sich auch der Tscheche Pavel Petrikov (7.Pl.) platzieren, der im Pinzgauer Legionärsduell den Deutschen Robert Kopiske ausschaltete. Bis 90kg erreichte Max Schirnhofer einen ausgezeichneten 5. Platz und der für die Galaxy Tigers kämpfende Slowake Milan Randl (7.Pl.) kam ebenfalls unter die Top 8.

